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Sonntag, 4. März 2012

ich hör nicht auf die stimme die sagt gib es auf

Während ich versuche Bio zu lernen föhnt sich meine Schwester im Zimmer nebenan die Haare und singt dabei noch extrem laut mit um den Föhn zu übertönen. Ich will aufstehen, ihr den Föhn aus der Hand reißen und an die Wand schmeißen, ich will sie anschreien dass sie endlich die Klappe halten soll. Doch ich bleibe stumm sitzen, stütze die Hände auf dem Kinn ab und starre aus dem Fenster. Es regnet. Glitzernde Diamanten die auf den Boden platschen. Tränen die ich nicht bereit bin rauszulassen. Auf meinem Schreibtisch steht ein halbleeres Wasserglas. Stifte und Blätter liegen verstreut  über den ganzen Tisch ausgebreitet. Mein Handy starrt mich feindselig an und macht mir klar dass ich keine Freunde habe. Zumindest keine denen ich wichtig genug bin für eine sms.
Die Gedanken beginnen wieder mich zu foltern, stechen mir die Augen aus, schneiden mir die Adern auf, ich bekomme keine Luft mehr weil mich diese Macht unter Wasser drückt. Seifenblasen zerplatzen an meinem Kopf und flüstern mir hämische Sätze ins Ohr:
Gibs auf. VERSAGER! Du wirst es nie schaffen.
Du kannst nichts, du fette Kuh. Wirst es  niemals lernen.
Geh sterben. Zerfall zu Erde und geh zu den Würmern wo du hingehörst.
Du verdienst es nichts. Du bist einfach nicht gut genug.
Selber Schuld. 
Guck dir die anderen an, wie viel besser sie sind.
Ich schreie sie an, sie sollen weggehen, endlich schweigen und mich in Ruhe lassen, doch sie hören nicht auf mich. Sie bleiben unermüdlich da. Und ich muss versuchen nicht auf sie zu hören. Doch es ist so unendlich schwer.

Kommentare:

  1. Ich drück dich jetzt mal, okay? :-*

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  2. wenn ich könnte würde ich dir ganz viel liebe bringen. die liebe, die du auch verdienst.
    ich würde dir gern eine sms schreiben.
    <3

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  3. *ganz viel liebe in den wind schicken

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