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Samstag, 17. März 2012

herz im ausverkauf

Als ich damals den Zauberpfad beschritten habe, bin ich durch ein goldenes Tor gegangen. An den Wegesrändern wuchsen wunderschöne  Blumen in allen erdenklichen Farben, die Sonne hat meinen Haaren ihren goldenen Glanz geliehen, mein Mund war zu einem Lächeln gezwungen weil ich dachte dass ich glücklich bin. Mit jedem Kilo weniger, kam ich meinem Ziel einen Schritt weiter entgegen, eine Stufe höher und je näher ich dem Ziel war desto besser. Ich war gefangen in einem Traum, einer Illusion. Abends konnte ich manchmal nicht einschlafen weil ich so glücklich und aufgeregt war dass ich am nächsten Tag abgenommen haben würde, ich konnte es gar nicht schnell genug herbeisehnen, bin extra früh aufgestanden um mich zu wiegen und Sport zu machen damit es am nächsten Tag noch weniger sein würde. Was ich nicht bemerkt habe, war dass ich dem Ziel nie näher kam, denn wenn ich eines erreicht hatte setzte ich mir ein neues, die Blumen am Wegesrand verwelkten mit der Zeit, ließen schlaff ihre Blätter hängen, genau wie meine Seele ihre Flügel. Indem ich meinem Körperschwerelosigkeit verleihen wollte, bürdetete ich meiner Seele eine ungeheure Last auf die sie nicht mehr tragen konnte. Wolken schoben sich vor die Sonne und ließen ihre Tropfen auf mich fallen. Jetzt stehe ich alleine im Regen und habe den Halt verloren, ich falle, weil ich die Antworten kenne aber nicht wahr haben will. Ich bin nicht mehr glücklich, nichts ist mehr schön. Auch wenn es nach außen hin vielleicht so aussieht.

Kommentare:

  1. du bringst es mal wieder auf den punkt.
    der text ist richtig gut geschrieben, meine liebe.

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