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Dienstag, 1. Mai 2012

disappear

Alles erscheint plötzlich wieder so hoffnungslos. Ich mir so nutzlos. Niemand mag mich. Ich bin es nicht wert, ungeliebt, fett, hässlich. Für die Ewigkeit.
L. hat mich schon vor langer Zeit enttäuscht, ich dachte wir könnten das vielleicht klären aber sie will keinen Streit. Ist das vielleicht besser? Eine 'Freundschaft' in der Steine aufgetürmt bis zum Himmel zwischen uns liegen? Wem sag ich das?
Ich liege einsam in meinem Bett und schaue aus  meinem Fenster in den Himmel hinauf. Nebenan höre ich meine Schwester und ihre Freudin lachen. Mein Bruder lernt mit meiner Mutter Englisch, eben haben sie mich noch rausgeschmissen weil ich im Wohnzimmer Fernsehen geguckt habe.
C. und M. machen mal wieder was ohne mich. Wie so oft.
Ich weiß nicht wo ich hin soll, wo mein Platz ist in dieser Welt. Egal wohin ich schaue, jeder hat schon jemanden. Die Freundschaften wurden schon geschlossen, ich habe das Problem dass ich im Kindergarten immer mit jüngeren gespielt habe und naja. Als ich in die Schule kam war keiner da, der meine Hand drükte alle waren noch woanders. Ich hatte mein altes Leben hinter mir gelassen und in diesem neuen Leben wollte mich keiner mehr. Ich glaube echt dass alles mit der Grundschule angefangen hat.

Kommentare:

  1. Liebe Sophie,

    können dich deine Eltern lieben? Haben sie dich früher geliebt? Liebst du sie? Hast du sie früher geliebt? Hast du ihnen je gesagt "Ich liebe euch"? Wann hast du es ihnen zuletzt gesagt? Könntest du es ihnen jetzt sagen? Wann hast du das letzte Mal wirklich mit ihnen gesprochen? Wann das letzte Mal ohne in Streit mit ihnen zu geraten o. v. ihnen enttäuscht gewesen zu sein? Hast du ihnen schon einmal einen Brief geschrieben? Einen Brief darüber wie es dir geht, wie du dich fühlst? Einen Brief darüber, wie sie sich vielleicht fühlen, ob sie der Situation gewachsen sind, ob sie dich lieben? Sind dir deine Eltern gewachsen? Haben sie Angst?
    Warst du früher mit deiner Schwester befreundet? Unterhieltet ihr euch über eure Sorgen u. Ängste? Wann habt ihr damit aufgehört? Könntest du dir vorstellen (wieder) mit ihr befreundet zu sein? Auch wenn ihr grundverschieden seid?
    Kamen deine Freunde ein/zwei Jahre später auf die Grundschule? Wart ihr dann noch Freunde? Was ist aus ihnen geworden? Hast du nochmals versucht mit ihnen Kontakt aufzunehmen? Wie haben sie reagiert?
    Wann hast du das letzte Mal zu jemanden gesagt "Ich mag dich" ohne etwas dafür zu erwarten? Freust du dich, wenn dich jemand anlächelt o. denkst du darüber nach, welche Gedanken hinter diesem Lächeln liegen? Wann hast du das letzte Mal ohne Vorbehalt, ohne dich dazu genötigt zu fühlen, zurückgelächelt? Kannst du unter Menschen sein ohne dich beobachtet, abgemessen, abgewogen, eingeschätzt u. bewertet zu fühlen? Kannst du dir vorstellen zu akzeptieren so zu empfinden, wenn du unter Menschen bist, so daß es keine Macht mehr über dich hat?
    Wenn du liest, was du heute geschrieben hast: dachtest du früher auch so? Was hat sich verändert? Denkst du heute so: weil dir seit damals ein Schleier v. den Augen genommen wurde o. weil dir heute die Augen verbunden sind? Wenn du versuchst wie früher zu denken, die Welt zu sehen wie du sie früher sahest: gelingt es dir? Kannst du es zulassen? Fühlt es sich falsch an? Möchtest du wieder denken u. empfinden wie früher o. erscheint dir das unerträglich? Fandest du dich früher okay? Hast du dich früher geliebt?

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  2. Kannst du verzeihen? Hast du versucht, L. zu verzeihen? Kannst an sie denken ohne Enttäuschung zu fühlen? Kannst dich daran erinnern wie du sie früher sahest? Kannst du sie heute so sehen, wenn du es versuchst? Ist sie es dir wert, ihr zu verzeihen? Egal was zwischen euch geschah? Falls sie dich verletzte ohne es zu merken, ohne es zu ahnen u./o. ohne es wollen: könnte sie dir dennoch ein Freund sein? Könntest du über diese Steine hinwegsteigen u. eine neue Freundschaft mit ihr beginnen? Wenn du ihr verzeihen könntest: könntest du zu ihr gehen u. sagen "Ich verzeihe dir"? Könntest du sie umarmen?
    Wenn C. u. M. etwas alleine unternehmen: Fühlst du dich ausgegrenzt weil sie dich nicht mitnehmen o. weil sie scheinbar ohne dich besser klar kommen? Haben sie dich früher mitgenommen? Falls ja: was hat sich verändert? Fragen sie dich nicht mehr o. fragst du nicht mehr? Falls sie dich früher fragten: Warum tun sie es heute nicht mehr? Hast du sie schon einmal gefragt? Falls ihr früher echte Freunde wart: kannst du zu ihnen gehen u. sagen "Ich möchte mitkommen"? Wenn du mitkämst: könntest du einfach bei ihnen sein u. ihre Gesellschaft geniesen, möchtest du fest eingebunden sein o. möchtest du das Zentrum des Trios sein?
    Kannst du dir vorstellen alles was geschah, alles was zu diesem Punkt führte, an dem sich dein Leben heute befindet, anzunehmen? Ganz genau so wie dein Leben ist? Kannst du es dir anzusehen u. zu dir sagen "Es ist okay!", auch wenn du im Moment nicht glücklich bist? Wenn du alles, so wie es geschah u. so wie es heute ist, annehmen könntest: Kannst du dir vorstellen darauf ein neues Leben zu erbauen? Gebaut auf u. mit diesen Erfahrungen?
    Hast du schon einmal versucht, zu umarmen was in dir flüstert? Der Stimme / den Teil v. dir / die Gedanken zu begrüßen, sie anzunehmen ohne sie wegzudrängen u. ohne ihnen Macht zu geben?

    Ich liebe dich, meine unbekannte Schwester.

    Rain

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