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Freitag, 2. September 2011

wir werden uns alle irgendwann wiedersehen

Ich versuche Gesichter durch die Fensterscheiben zu erkennen, als der Zug langsam auf das Gleis einrollt. Leute lachen, essen, lesen. All sowas was man halt im Zug so macht. Ich suche L., doch finden kann ich sie nicht. L. kommt nämlich heute für zwei Tage zu mir. (Sie ist meine Brieffreundin) Irgendwann sehe ich ihren braunen Haarschopf und wir gehen lachend aufeinander zu. Seit einem halben Jahr schreiben wir uns schon aber getroffen haben wir uns noch nie, weil sie weiter weg wohnt.

Hey :)
ich wollte nur sagen, dass es sein kann, dass ich morgen mal nicht poste, da wie gesagt L. da ist und der Tag komplett verplant. Heute kann ich deswegen auch nur so kurz..
Und die Photochallenge mache ich dann ab Sonntag weiter. Aber die Bilder von heute und morgen stelle ich natürlich nach rein.
Ich wünsche euch allen ein ganz, ganz schönes Wochenende!! ♥


Donnerstag, 1. September 2011

ich will die wahrheit

Vor mir in der Luft schweben sieben Türen. Ich gehe darauf zu, meine Füße bewegen sich, aber ich komme keinen Schrit näher. Ich strecke meine Hand aus und will die erste Tür öffnen, doch ich versage kläglich. Was ist dahinter? In meinem Kopf brummen Töne, formen Melodien und verschwinden, kommen wieder oder auch nicht. Ich puzzele mit den Fetzen aus Gedanken, versuche ein Rechteck zu erschaffen, irgendetwas sinnvolles rauszukriegen, doch ich versage kläglich. Ich weiß nicht wo ich bin, weiß nicht wo ich sein will. Ich bin allein hier. Die Türen sind unerreichbar. Vielleicht wartet dahinter ein Freund? Vielleicht ein Feind. Vielleicht auch der Tod. Oder mein Leben. Ich kann es nicht wissen. Diese Ungewissheit reißt mich in Stücke, schlägt auf mich ein. Dumpf antwortet mein Körper auf die Schläge des Lebens. Dann sackt er in sich zusammen und bleibt für immer auf dem Boden liegen. Ich bin frei. Ich ziehe mein Kleid aus. Nun umgeben mich keine Hautmassen mehr, alles fühlt sich leicht an und schön. Aber es gibt mich nicht. Das alles ist nur eine Illusion. Denn mein Herz hat wieder angefangen zu rasen wegen dir. Überschlägt sich und breitet ein wohliges Gefühl in meinem Bauch aus, wie eine Decke. Wir haben uns schon so lange nicht mehr gesehen. Du vermisst mich wahrscheinlich nicht. Gar nicht. Nicht ein bisschen. Habe ich ja auch nicht. Ich weiß nichts mehr. Du bist nicht mehr da wo du mal warst. Ich bin gefangen in mir selber. Gefangen durch Gedanken, Gefühle, Wünsche und Träume. Ich bin ein Niemand. Wer bist du? Ich weiß nicht mal ob ich dich liebe. Kann nicht mal mehr mir selber trauen. Vergiss mich nicht. Bitte.